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Allgemeinwissen · 15 Aufgaben mit Lösungsweg

Geld, Bank und Finanzen

Konto, Kredit, Zinsen, Geldanlage, Zentralbanken und Bankenaufsicht.

  1. Aufgabe 1

    Wofür nutzt man ein Girokonto vor allem?

    • für den täglichen Zahlungsverkehr (richtige Antwort)
    • für den Kauf von Aktien an der Börse
    • für die Aufbewahrung von Wertsachen
    • für langfristiges Sparen mit hohen Zinsen

    Lösungsweg

    Über das Girokonto laufen Gehalt, Überweisungen, Lastschriften und Kartenzahlungen. Zum Sparen gibt es eigene Konten wie das Tagesgeld- oder Sparkonto.

    Quelle: Zahlungskontengesetz (ZKG)

  2. Aufgabe 2

    Bis zu welchem Betrag sind Einlagen pro Person und Bank in Deutschland gesetzlich geschützt?

    • 20.000 €
    • 50.000 €
    • 100.000 € (richtige Antwort)
    • 250.000 €

    Lösungsweg

    Die gesetzliche Einlagensicherung schützt Guthaben bis 100.000 € pro Person und Bank. Geht eine Bank pleite, wird dieser Betrag erstattet.

    Quelle: Einlagensicherungsgesetz (EinSiG) § 8

  3. Aufgabe 3

    Was ist ein Dispositionskredit?

    • ein Kredit, den man nur für ein Auto bekommt
    • eine Gebühr für jede Überweisung ins Ausland
    • ein Sparvertrag mit festen monatlichen Raten
    • ein Rahmen, bis zu dem man sein Girokonto überziehen darf (richtige Antwort)

    Lösungsweg

    Mit dem „Dispo“ darf man das Konto bis zu einer vereinbarten Grenze ins Minus bringen. Die Zinsen dafür sind meist hoch – er ist für kurze Engpässe gedacht.

    Quelle: BGB § 504 (eingeräumte Überziehungsmöglichkeit)

  4. Aufgabe 4

    Welche Behörde beaufsichtigt in Deutschland zusammen mit der Bundesbank die Banken?

    • das Statistische Bundesamt
    • die BaFin (richtige Antwort)
    • die Verbraucherzentrale
    • das Bundeskartellamt

    Lösungsweg

    Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) überwacht Banken, Versicherungen und den Wertpapierhandel. Die Bundesbank arbeitet ihr bei der laufenden Aufsicht zu.

    Quelle: Kreditwesengesetz (KWG) §§ 6, 7

  5. Aufgabe 5

    Wie viele Zeichen hat eine deutsche IBAN?

    • 16
    • 20
    • 22 (richtige Antwort)
    • 24

    Lösungsweg

    Eine deutsche IBAN hat 22 Zeichen: „DE“, zwei Prüfziffern, die achtstellige Bankleitzahl und die zehnstellige Kontonummer.

    Quelle: Deutsche Bundesbank, IBAN

  6. Aufgabe 6

    Was ist eine Anleihe?

    • ein Wertpapier, mit dem man einem Staat oder Unternehmen Geld leiht (richtige Antwort)
    • eine Versicherung gegen Kursverluste an der Börse
    • ein Kredit, den eine Privatperson bei der Bank aufnimmt
    • ein Anteil am Eigentum eines Unternehmens

    Lösungsweg

    Wer eine Anleihe kauft, ist Gläubiger: Er leiht Geld und bekommt dafür Zinsen und am Ende sein Geld zurück. Mit einer Aktie wird man dagegen Miteigentümer.

    Quelle: Lehrbuchwissen Wirtschaft

  7. Aufgabe 7

    Was bedeutet „Diversifikation“ bei der Geldanlage?

    • das Geld nur auf dem Girokonto liegen lassen, damit es sicher ist
    • das ganze Geld in eine einzige Aktie stecken, um mehr zu verdienen
    • Gewinne sofort wieder ausgeben, statt sie anzulegen
    • das Geld auf verschiedene Anlagen verteilen, um das Risiko zu senken (richtige Antwort)

    Lösungsweg

    Wer streut, verliert nicht alles, wenn eine einzelne Anlage schlecht läuft. Ein bekannter Merksatz lautet: Nicht alle Eier in einen Korb legen.

    Quelle: Lehrbuchwissen Wirtschaft

  8. Aufgabe 8

    Was ist der Leitzins?

    • der höchste Zins, den eine Bank verlangen darf
    • der Zins, den Sparer auf jedem Konto bekommen
    • der Zins für Staatsschulden im Ausland
    • der Zins, zu dem sich Banken Geld bei der Zentralbank leihen (richtige Antwort)

    Lösungsweg

    Über den Leitzins steuert die Zentralbank, wie teuer Geld ist. Steigt er, werden Kredite meist teurer und Sparen lohnt sich mehr.

    Quelle: Europäische Zentralbank (ecb.europa.eu)

  9. Aufgabe 9

    Wer legt die Leitzinsen für den Euroraum fest?

    • die Bundesregierung
    • der Rat der Europäischen Zentralbank (richtige Antwort)
    • die Deutsche Bundesbank allein
    • das Europäische Parlament

    Lösungsweg

    Für den Euroraum entscheidet der EZB-Rat über die Geldpolitik. Ihm gehören das Direktorium der EZB und die Präsidentinnen und Präsidenten der nationalen Zentralbanken an.

    Quelle: AEUV Art. 127, Europäische Zentralbank (ecb.europa.eu)

  10. Aufgabe 10

    Was passiert bei einer Lastschrift?

    • Der Zahlungsempfänger zieht den Betrag mit Erlaubnis vom Konto ein. (richtige Antwort)
    • Die Bank übernimmt den Betrag und schenkt ihn dem Kunden.
    • Man zahlt den Betrag bar am Schalter der eigenen Bank ein.
    • Man schickt das Geld selbst mit einem Überweisungsauftrag los.

    Lösungsweg

    Bei der Lastschrift gibt man dem Empfänger ein Mandat, den Betrag abzubuchen – etwa für Miete oder Handyvertrag. Bei der Überweisung schickt man das Geld selbst los.

    Quelle: SEPA-Lastschriftverfahren (European Payments Council)

  11. Aufgabe 11

    Was speichert die SCHUFA?

    • Daten zur Kreditwürdigkeit von Verbraucherinnen und Verbrauchern (richtige Antwort)
    • die Gehälter aller Beschäftigten
    • alle Kontostände aller Bankkunden
    • die Steuererklärungen aller Bürgerinnen und Bürger

    Lösungsweg

    Die SCHUFA ist eine Auskunftei. Sie sammelt etwa, welche Kredite jemand hat und ob er sie bezahlt. Banken fragen dort nach, bevor sie einen Kredit vergeben.

    Quelle: SCHUFA Holding AG (schufa.de)

  12. Aufgabe 12

    Was bedeutet „Rendite“?

    • die Steuer auf Zinsen und Dividenden
    • der Ertrag einer Geldanlage im Verhältnis zum eingesetzten Geld (richtige Antwort)
    • die Gebühr für die Eröffnung eines Kontos
    • der Preis einer Aktie an einem bestimmten Tag

    Lösungsweg

    Die Rendite gibt in Prozent an, wie viel eine Anlage pro Jahr einbringt. Bringen 1.000 € in einem Jahr 30 € ein, beträgt die Rendite 3 Prozent.

    Quelle: Lehrbuchwissen Wirtschaft

  13. Aufgabe 13

    Welches Risiko trägt man beim Kauf einer Aktie?

    • Die Bank darf die Aktie jederzeit ohne Grund zurückfordern.
    • Man muss jedes Jahr einen festen Betrag nachzahlen.
    • Der Kurs kann fallen – im schlimmsten Fall bis zum Totalverlust. (richtige Antwort)
    • Man muss für Schulden des Unternehmens mit dem eigenen Vermögen haften.

    Lösungsweg

    Aktionärinnen und Aktionäre sind Miteigentümer und tragen das Kursrisiko. Mehr als den Kaufpreis können sie aber nicht verlieren – für Schulden des Unternehmens haften sie nicht.

    Quelle: Lehrbuchwissen Wirtschaft

  14. Aufgabe 14

    Wie heißt die Zentralbank der Bundesrepublik Deutschland?

    • Kreditanstalt für Wiederaufbau
    • Deutsche Bundesbank (richtige Antwort)
    • Sparkasse
    • Deutsche Bank

    Lösungsweg

    Die Deutsche Bundesbank ist die Zentralbank Deutschlands und Teil des Eurosystems. Die Deutsche Bank ist dagegen eine private Geschäftsbank – eine häufige Verwechslung.

    Quelle: Bundesbankgesetz (BBankG) § 3

  15. Aufgabe 15

    In welcher Stadt hat die Europäische Zentralbank ihren Sitz?

    • Brüssel
    • Frankfurt am Main (richtige Antwort)
    • Luxemburg
    • Straßburg

    Lösungsweg

    Die EZB sitzt in Frankfurt am Main, ebenso wie die Deutsche Bundesbank. In Brüssel sitzen die EU-Kommission und der Rat, in Straßburg tagt das Europäische Parlament.

    Quelle: Europäische Zentralbank (ecb.europa.eu)

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