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Ausbildereignung · 10 Aufgaben mit Lösungsweg

Ausbildung durchführen

Methoden, Feedback, Ausbildungsnachweis, Berufsschule und Arbeitszeit.

  1. Aufgabe 1

    In welcher Reihenfolge laufen die Stufen der Vier-Stufen-Methode ab?

    • Vorbereiten – Vormachen und Erklären – Nachmachen – Üben (richtige Antwort)
    • Erklären – Prüfen – Bewerten – Wiederholen
    • Üben – Vormachen – Vorbereiten – Nachmachen
    • Nachmachen – Vorbereiten – Üben – Vormachen

    Lösungsweg

    Bei der Vier-Stufen-Methode bereitest du vor, machst vor und erklärst, lässt nachmachen und erklären und lässt anschließend selbstständig üben. Sie eignet sich besonders für das Lernen neuer Handgriffe.

    Quelle: § 3 Abs. 3 Nr. 4 AusbEignV

  2. Aufgabe 2

    Welche Schritte hat eine vollständige Handlung, wie sie die Leittextmethode nutzt?

    • Zuhören, Mitschreiben, Auswendiglernen, Wiedergeben
    • Vormachen, Nachmachen, Üben, Prüfen
    • Informieren, Planen, Entscheiden, Ausführen, Kontrollieren, Bewerten (richtige Antwort)
    • Lesen, Abschreiben, Abgeben, Benoten

    Lösungsweg

    Bei einer vollständigen Handlung durchlaufen Auszubildende alle sechs Schritte selbst. Die Leittextmethode leitet sie dabei mit Leitfragen an und fördert so selbstständiges Lernen.

    Quelle: § 3 Abs. 3 AusbEignV

  3. Aufgabe 3

    Wofür ist die Probezeit aus Sicht des Ausbilders da?

    • Um zu prüfen, ob die Auszubildenden für den Beruf geeignet sind (richtige Antwort)
    • Um die Vergütung später festzulegen
    • Um möglichst viele Aufgaben ohne Anleitung zu vergeben
    • Um die Berufsschule zu vermeiden

    Lösungsweg

    In der Probezeit prüfen beide Seiten, ob die Ausbildung passt. Der Ausbilder gestaltet sie bewusst, gibt Rückmeldung und bewertet sie am Ende – das gehört zum dritten Handlungsfeld.

    Quelle: § 3 Abs. 3 Nr. 2 AusbEignV

  4. Aufgabe 4

    Wozu sind Auszubildende nach § 13 BBiG verpflichtet?

    • Die Gebühren der Abschlussprüfung selbst zu tragen
    • Eigene Werkzeuge und Fachbücher selbst mitzubringen
    • Einen schriftlichen oder elektronischen Ausbildungsnachweis zu führen (richtige Antwort)
    • Überstunden ohne Ausgleich zu leisten, wenn es nötig ist

    Lösungsweg

    Auszubildende müssen sich bemühen, das Ausbildungsziel zu erreichen. Dazu gehören sorgfältiges Arbeiten, die Teilnahme an Berufsschule und Maßnahmen, Weisungen befolgen, Verschwiegenheit und das Führen des Ausbildungsnachweises.

    Quelle: § 13 Satz 2 BBiG

  5. Aufgabe 5

    Der Berufsschulunterricht beginnt um 8 Uhr. Darf der Auszubildende vorher im Betrieb arbeiten?

    • Ja, aber höchstens eine Stunde vor Unterrichtsbeginn
    • Ja, wenn er trotzdem pünktlich zum Unterricht kommt
    • Nur wenn er schon volljährig ist, sonst nicht
    • Nein, vor einem Unterricht, der vor 9 Uhr beginnt, ist das verboten (richtige Antwort)

    Lösungsweg

    Ausbildende dürfen Auszubildende vor einem Berufsschulunterricht, der vor 9 Uhr beginnt, nicht beschäftigen. Das gilt seit 2020 für alle Auszubildenden, unabhängig vom Alter.

    Quelle: § 15 Abs. 1 Satz 1 BBiG

  6. Aufgabe 6

    Ein 17-jähriger Auszubildender arbeitet sieben Stunden. Wie lang müssen seine Ruhepausen insgesamt mindestens sein?

    • 15 Minuten
    • 30 Minuten
    • 45 Minuten
    • 60 Minuten (richtige Antwort)

    Lösungsweg

    Bei mehr als sechs Stunden Arbeitszeit stehen Jugendlichen mindestens 60 Minuten Pause zu, bei mehr als viereinhalb bis sechs Stunden 30 Minuten. Als Pause zählt nur eine Unterbrechung von mindestens 15 Minuten.

    Quelle: § 11 Abs. 1 JArbSchG

  7. Aufgabe 7

    Wie viele Stunden dürfen Jugendliche in der Ausbildung höchstens pro Tag und pro Woche beschäftigt werden?

    • 9 Stunden am Tag und 45 Stunden in der Woche
    • 8 Stunden am Tag und 40 Stunden in der Woche (richtige Antwort)
    • 10 Stunden am Tag und 48 Stunden in der Woche
    • 6 Stunden am Tag und 30 Stunden in der Woche

    Lösungsweg

    Jugendliche dürfen nicht mehr als acht Stunden täglich und nicht mehr als 40 Stunden wöchentlich beschäftigt werden. Berufsschulzeiten werden angerechnet.

    Quelle: § 8 Abs. 1 JArbSchG

  8. Aufgabe 8

    Was macht ein gutes Feedback an Auszubildende aus?

    • Es wird vor allen Kollegen gegeben, damit alle lernen
    • Es ist konkret, zeitnah und beschreibt Verhalten statt die Person (richtige Antwort)
    • Es kommt nur einmal im Jahr und ist allgemein gehalten
    • Es nennt ausschließlich Fehler

    Lösungsweg

    Hilfreiches Feedback bezieht sich auf eine konkrete Situation, kommt bald danach und beschreibt, was beobachtet wurde. Es nennt auch Gelungenes und wird unter vier Augen gegeben.

    Quelle: § 3 Abs. 3 Nr. 1 AusbEignV

  9. Aufgabe 9

    Eine Auszubildende hat große Lernschwierigkeiten und das Ausbildungsziel ist gefährdet. Was kann der Ausbilder unter anderem prüfen?

    • Ob er ihr ohne vorheriges Gespräch sofort kündigen kann
    • Ob er die Abschlussprüfung an ihrer Stelle ablegen darf
    • Ob er die Ausbildungsordnung für sie ändern lassen kann
    • Ob Hilfen zur Ausbildung oder eine längere Ausbildungszeit infrage kommen (richtige Antwort)

    Lösungsweg

    Zum dritten Handlungsfeld gehört, Lernschwierigkeiten zu erkennen, mit individueller Unterstützung gegenzusteuern und bei Bedarf Hilfsangebote oder eine Verlängerung der Ausbildungszeit zu prüfen.

    Quelle: § 3 Abs. 3 Nr. 5 AusbEignV; § 8 Abs. 2 BBiG

  10. Aufgabe 10

    Wie oft muss der Ausbildende den Ausbildungsnachweis durchsehen?

    • Nur, wenn der Auszubildende es verlangt
    • Nie – das macht die Kammer
    • Nur einmal am Ende der Ausbildung
    • Regelmäßig (richtige Antwort)

    Lösungsweg

    Ausbildende halten die Auszubildenden zum Führen des Ausbildungsnachweises an und sehen ihn regelmäßig durch. Sie müssen ermöglichen, dass er am Arbeitsplatz geführt wird.

    Quelle: § 14 Abs. 2 BBiG

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