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Ausbildereignung · 8 Aufgaben mit Lösungsweg

Ausbildung vorbereiten

Ausbildungsvertrag, Probezeit, Ausbildungsplan, Auswahl und Jugendarbeitsschutz.

  1. Aufgabe 1

    Wie lange muss die Probezeit einer Berufsausbildung mindestens dauern – und wie lange höchstens?

    • Mindestens zwei Wochen, höchstens drei Monate
    • Mindestens drei Monate, höchstens sechs Monate
    • Mindestens einen Monat, höchstens vier Monate (richtige Antwort)
    • Genau sechs Monate

    Lösungsweg

    Das Ausbildungsverhältnis beginnt mit der Probezeit. Sie muss mindestens einen Monat und darf höchstens vier Monate betragen.

    Quelle: § 20 BBiG

  2. Aufgabe 2

    Bis wann muss der wesentliche Inhalt des Ausbildungsvertrags in Textform niedergelegt sein?

    • Erst vor der Anmeldung zur Zwischenprüfung
    • Bis zum Ende der Probezeit, sobald feststeht, dass es passt
    • Spätestens sechs Monate nach Beginn der Ausbildung
    • Unverzüglich nach Abschluss, spätestens vor Beginn der Ausbildung (richtige Antwort)

    Lösungsweg

    Der Ausbildende muss den wesentlichen Vertragsinhalt unverzüglich nach Vertragsschluss, spätestens vor Beginn der Ausbildung, in Textform niederlegen und den Auszubildenden aushändigen.

    Quelle: § 11 Abs. 1 und 2 BBiG

  3. Aufgabe 3

    Was muss der Ausbildungsvertrag unter anderem enthalten?

    • Die Noten aus dem letzten Schulzeugnis
    • Das Ergebnis eines Einstellungstests
    • Die Religionszugehörigkeit
    • Die Dauer der Probezeit und die Höhe der Vergütung (richtige Antwort)

    Lösungsweg

    Zum Mindestinhalt gehören unter anderem Art und Ziel der Ausbildung, Beginn und Dauer, tägliche Ausbildungszeit, Probezeit, Vergütung, Urlaub, Kündigungsvoraussetzungen und die Form des Ausbildungsnachweises.

    Quelle: § 11 Abs. 1 Satz 2 BBiG

  4. Aufgabe 4

    Wer muss Werkzeuge, Werkstoffe und Fachliteratur für die Ausbildung bezahlen?

    • Die Berufsschule aus ihrem Schulbudget
    • Der Ausbildende – sie sind für Auszubildende kostenlos (richtige Antwort)
    • Die Eltern der Auszubildenden, solange sie minderjährig sind
    • Die Auszubildenden selbst von ihrer Vergütung

    Lösungsweg

    Ausbildende müssen den Auszubildenden die Ausbildungsmittel kostenlos zur Verfügung stellen, insbesondere Werkzeuge, Werkstoffe und Fachliteratur.

    Quelle: § 14 Abs. 1 Nr. 3 BBiG

  5. Aufgabe 5

    Ein Jugendlicher beginnt seine erste Ausbildung. Was muss dem Arbeitgeber vorher vorliegen?

    • Ein polizeiliches Führungszeugnis
    • Die Bescheinigung über eine ärztliche Erstuntersuchung (richtige Antwort)
    • Ein Sprachzertifikat auf B2
    • Eine Bescheinigung der Krankenkasse über Gesundheit

    Lösungsweg

    Jugendliche dürfen beim Eintritt ins Berufsleben nur beschäftigt werden, wenn sie in den letzten 14 Monaten ärztlich untersucht wurden und dem Arbeitgeber die Bescheinigung vorliegt.

    Quelle: § 32 Abs. 1 JArbSchG

  6. Aufgabe 6

    Wie viel Urlaub hat ein Auszubildender mindestens, der zu Beginn des Kalenderjahres 16 Jahre alt ist?

    • 24 Werktage
    • 25 Werktage
    • 27 Werktage (richtige Antwort)
    • 30 Werktage

    Lösungsweg

    Wer zu Beginn des Jahres noch nicht 17 ist, bekommt mindestens 27 Werktage. Unter 16 sind es 30, unter 18 sind es 25 Werktage.

    Quelle: § 19 Abs. 2 JArbSchG

  7. Aufgabe 7

    Ein Betrieb sucht Auszubildende. Was gehört zur Vorbereitung der Auswahl?

    • Nur Bewerbungen von Bekannten berücksichtigen
    • Die Auswahl der Berufsschule überlassen
    • Festlegen, nach welchen Kriterien ausgewählt wird (richtige Antwort)
    • Bewerbungen nach Eingangsdatum annehmen, bis alle Plätze voll sind

    Lösungsweg

    Wer Auszubildende einstellt, legt vorher Kriterien und Auswahlverfahren fest – zum Beispiel Interessen, Schulleistungen, ein Praktikum oder ein Gespräch. So wird die Auswahl nachvollziehbar und fair.

    Quelle: § 3 Abs. 2 Nr. 4 AusbEignV

  8. Aufgabe 8

    Was ist der betriebliche Ausbildungsplan?

    • Die Liste aller Auszubildenden, die die Kammer führt
    • Der Stundenplan der Berufsschule für das erste Ausbildungsjahr
    • Ein Plan, der nur den Urlaub der Auszubildenden regelt
    • Die Übertragung des Ausbildungsrahmenplans auf die Abläufe des Betriebs (richtige Antwort)

    Lösungsweg

    Der Ausbildungsrahmenplan in der Ausbildungsordnung sagt, was gelernt wird. Der betriebliche Ausbildungsplan legt fest, wann und wo im Betrieb das passiert – sachlich und zeitlich gegliedert.

    Quelle: § 3 Abs. 2 Nr. 1 AusbEignV; § 11 Abs. 1 Nr. 2 BBiG

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