Zum Inhalt springen
bestanda

Bewachungsgewerbe · 8 Aufgaben mit Lösungsweg

Datenschutz

Personenbezogene Daten, Videoüberwachung, Grundsätze und Rechte nach DSGVO und BDSG.

  1. Aufgabe 1

    Was sind personenbezogene Daten?

    • Nur Daten, die auf Papier in Akten gespeichert sind
    • Nur Gesundheitsdaten und Angaben zu Vorstrafen
    • Nur Name und Anschrift einer Person, sonst nichts
    • Alle Angaben zu einer bestimmten oder bestimmbaren Person (richtige Antwort)

    Lösungsweg

    Personenbezogen ist jede Information über eine identifizierte oder identifizierbare Person – auch ein Kfz-Kennzeichen, ein Foto oder eine Ausweisnummer. Darauf baut der gesamte Datenschutz auf.

    Quelle: Art. 4 Nr. 1 DSGVO

  2. Aufgabe 2

    Ein Kaufhaus überwacht seinen Verkaufsraum mit Kameras. Was ist dabei Pflicht?

    • Die Überwachung muss zum frühestmöglichen Zeitpunkt erkennbar gemacht werden (richtige Antwort)
    • Die Aufnahmen müssen öffentlich gezeigt werden
    • Die Kameras müssen versteckt sein
    • Jede Kundin und jeder Kunde muss schriftlich zustimmen

    Lösungsweg

    Bei der Videoüberwachung öffentlich zugänglicher Räume müssen der Umstand der Beobachtung und der Name des Verantwortlichen früh erkennbar sein – meist durch ein Hinweisschild am Eingang.

    Quelle: § 4 Abs. 2 BDSG; Art. 13 DSGVO

  3. Aufgabe 3

    Welcher Grundsatz besagt, dass nur so viele Daten erhoben werden dürfen, wie für den Zweck nötig sind?

    • Datenminimierung (richtige Antwort)
    • Transparenz
    • Rechenschaftspflicht
    • Speicherbegrenzung

    Lösungsweg

    Datenminimierung heißt: nur die Daten erheben, die für den Zweck wirklich nötig sind. Für eine Besucherliste braucht man zum Beispiel den Namen, aber nicht das Geburtsdatum.

    Quelle: Art. 5 Abs. 1 Buchst. c DSGVO

  4. Aufgabe 4

    Was bedeutet der Grundsatz der Zweckbindung?

    • Daten müssen spätestens nach einem Jahr gelöscht werden
    • Daten dürfen nur für den Zweck verwendet werden, für den sie erhoben wurden (richtige Antwort)
    • Daten dürfen nur von Behörden und nie von Firmen verarbeitet werden
    • Daten dürfen nur verschlüsselt auf eigenen Servern liegen

    Lösungsweg

    Wer Daten für einen festgelegten Zweck erhebt, darf sie nicht einfach für andere Zwecke weiterverwenden. Die Besucherliste für den Brandschutz ist zum Beispiel keine Adressliste für Werbung.

    Quelle: Art. 5 Abs. 1 Buchst. b DSGVO

  5. Aufgabe 5

    Eine Person möchte wissen, welche Daten das Bewachungsunternehmen über sie speichert. Welches Recht hat sie?

    • Das Recht auf Auskunft (richtige Antwort)
    • Das Recht auf Einsicht in alle Kundenakten
    • Nur ein Recht, wenn ein Gericht zustimmt
    • Kein Recht – Unternehmen müssen nichts sagen

    Lösungsweg

    Jede betroffene Person kann Auskunft verlangen, ob und welche Daten über sie verarbeitet werden, zu welchem Zweck und wie lange.

    Quelle: Art. 15 DSGVO

  6. Aufgabe 6

    Was gilt für Geschäftsgeheimnisse, die eine Wachperson im Dienst erfährt?

    • Sie muss sie der Presse melden
    • Sie darf sie auch nach dem Ausscheiden nicht unbefugt weitergeben (richtige Antwort)
    • Sie darf sie Freunden erzählen, aber nicht online
    • Sie darf sie nach Ende des Arbeitsvertrags frei weitergeben

    Lösungsweg

    Das Unternehmen verpflichtet alle Beschäftigten vor dem ersten Einsatz schriftlich, Geschäfts- und Betriebsgeheimnisse Dritter nicht unbefugt zu offenbaren – auch nach ihrem Ausscheiden.

    Quelle: § 17 Abs. 3 BewachV

  7. Aufgabe 7

    Wann ist die Verarbeitung personenbezogener Daten rechtmäßig?

    • Immer dann, wenn es dem Unternehmen wirtschaftlich nützt
    • Wenn eine der gesetzlichen Bedingungen erfüllt ist, etwa eine Einwilligung (richtige Antwort)
    • Immer dann, wenn die Daten technisch sicher gespeichert werden
    • Nur dann, wenn die Polizei der Verarbeitung vorher zustimmt

    Lösungsweg

    Die DSGVO nennt abschließend, wann eine Verarbeitung erlaubt ist: zum Beispiel mit Einwilligung, zur Erfüllung eines Vertrags, wegen einer rechtlichen Pflicht oder wegen eines berechtigten Interesses, das überwiegt.

    Quelle: Art. 6 Abs. 1 DSGVO

  8. Aufgabe 8

    Welcher Grundsatz verlangt, dass Daten nicht länger als nötig gespeichert werden?

    • Datenminimierung
    • Zweckbindung
    • Speicherbegrenzung (richtige Antwort)
    • Richtigkeit

    Lösungsweg

    Speicherbegrenzung bedeutet: Daten dürfen nur so lange gespeichert werden, wie es für den Zweck nötig ist. Danach werden sie gelöscht – etwa Videoaufnahmen ohne besonderen Vorfall.

    Quelle: Art. 5 Abs. 1 Buchst. e DSGVO

Weitere Themen in Bewachungsgewerbe